Schon vor einen guten Weile war ich mit Freunden bei den
Fantasy Filmfest Nights in Berlin und habe mir unter anderem
George A. Romeros Survival of the Dead
angeschaut. Jetzt habe ich endlich die Zeit gefunden um meine Meinung in ein paar Worte zu fassen. Der Zombie-
Western ist nämlich gar nicht so schlecht, wie viele finden.
Survival of the Dead
Survival of the Dead
spielt schon einige Zeit nach der Zombie-Apokalypse, die von Kult-Regisseur
George A. Romero in
Night of the Living Dead
eingeleitet wurde. Das Militär bekämpft die Plage, wird aber auch selbst von ihr befallen. Auf der Flucht durch das verlassene Land ist eine Gruppe Soldaten auf der Suche nach einem sicheren Ort. Ganz gut, dass sie dabei auf einen Jungen (
Devon Bostick) treffen, der auf seinem iPod Touch (Product Placement) einen kleinen Werbefilm von Patrick O’Flynn (
Kenneth Welsh) hat, der auf seiner Insel freie Unterkunft und ein besseres, Zombie-freies Leben verspricht.
Das klingt einladend und schon geht’s los: Als sie, am im Film beworbenen, Treffpunkt eintreffen, werden sie allerdings beschossen und kapern die Fähre zur Insel. ...? Hier merkt man schon, dass dies ein spezieller Zombie-Film werden wird: Den Zombies wird nicht nur in den Kopf geschossen, sie stapfen durch’s Minenfeld, fliegen in die Luft, werden als Zigarettenanzünder missbraucht, fahren Auto und reiten Pferde. Letzte Aktivitäten hätte ich jetzt nicht von Fleisch-verrückten Zombies erwartet, aber George zeigt uns ausser Zombies ja noch mehr.
Domestizierte Zombies?, Quelle: Pressematerial
Auf der Insel kämpfen zwei große Farmer-Familien gegeneinander. Der vorläufige Gewinner Seamus Muldoon (
Richard Flitzpatrick) versucht die Zombies zu domestizieren, hält sie wie Tiere in Ställen und lässt sie angekettet ihren Aufgaben nachgehen. Das heißt zum Beispiel Post austragen und Holz hacken. Da anscheinend auch jeder auf der Insel irgendeine Waffen bedienen kann, kommt es im Film zu mehreren Feuergefechten. Am Ende gibt es eine grandiose Schlacht zwischen Zombies, Pistolen, Gewehren und den beiden Familienoberhäuptern. So kämpfen Sie noch heute!
Nach dem Ende des Films war ich wirklich begeistert. Als ich das erste Mal von dem Zombie-
Western gehört hatte, hatte ich keine großen Erwartungen. Immerhin war der letzte
Diary of the Dead
mit seiner Wackelkamera-Optik nicht wirklich überzeugend. George A. Romero zeigt hier viel mehr in komischer, ironischer Weise, wie unsinnig der ewige Hass aufeinander ist und dass man, wenn man ihn nicht überwinden kann, ewig kämpfen wird und niemand gewinnt.
Urteil: 8/10
Quelle: Splendid Films
Survival of the Dead
von
George A. Romero läuft eventuell noch in ein paar Kinos in eurer Nähe. Solltet ihr noch Gelegenheit haben, müsst ihr unbedingt reingehen um das Kino für diese Filmauswahl zu unterstützen! Hardcore Zombie-Fans werden sich eventuell wundern, was die Zombies alles so machen. Werden sich aber trotzdem köstlich amüsieren. Am
26.06.2010 erscheint
Survival of the Dead
über
Splendid Film auch auf
DVD und Blu-ray
. Eine Total-Empfehlung von mir!
Für die Zweite Meinung könnt ihr wie immer auch noch einen Abstecher zu der
Survival of the Dead
Moviepilot Seite machen. Dort gibt es noch mehr Meinungen zum Horrorfilm.
Nachtrag
Ganz lustig ist eventuell zu wissen, dass
Uncle Creepy, der Betreiber von
Dreadcentral einen Zombie im Film spielt und sogar auf einem der Presse-Bilder zu sehen ist! Einen
On-Set Bericht mit vielen Making-Of Uncle-Creepy Zombie-Bildern gibt bei Dreadcentral.