Da ich selbst absolut kein Fan der
Twilight
-Reihe bin habe ich eine befreundete Redakteurin gebeten für mich auch die
Twilight: Eclipse - Bis(s) zum Abendrot
Pressevorführung zu gehen und eine Kritik zu schreiben. Das hat auch wunderbar geklappt und ich wette ihr seit schon total gespannt was sie zu dem dritten Teil sagt, der immerhin von
David Slade, einem erfahrenen Horror/Thriller-Regisseur, gedreht wurde.
Twilight: Eclipse
Twilight: Eclipse
ist ein Film mit Vampiren, Wölfen, jungen Frauen und ein bisschen Blut. Wer Lust auf knackige Action-Szenen hat, die mit cooler Rockmusik unterlegt sind, wird erstklassig bedient. Wer auf Milchbubis mit Milchmuckis steht, kann sich den Film auch anschauen. Und wer nicht genug von Romanzen zwischen bleichgesichtigen Vampiren und etwas weniger bleichgesichtigen Teenie-Prinzessinnen kriegen kann, ist an der richtigen Adresse.
Zugegeben: Eclipse war nicht die erste Teenager-Schmonzette, die ich mir reingezogen habe. Der Trailer verspricht einen halb-gruseligen, halb-ernstgemeinten Romance-Schocker mit ein bisschen Speed. Das kommt auch hin: in den ersten Dreißig Minuten des Films. Da nimmt der Plot
Dreiecksgeschichte, Angriff einer Neugeborenen-Vampir-Armee, wichtige Lebensentscheidungen treffen
Fahrt auf. Danach wirds ein bisschen öde.
Bella (
Kristen Stewart), die Hauptfigur will unbedingt Vampirin werden - mit allen Konsequenzen. Ihr vampirischer Lover Edward (
Robert Pattinson) will sie davon abhalten und (unverständlicher Weise) unbedingt heiraten, um mit ihr Sex haben zu können (Hallo?, wir sind im 21. Jahrhundert!). Dann gibt es noch Jacob (
Taylor Lautner), der im Nebenjob Werwolf ist. Der liebt Bella auch total. Was ich echt nicht verstehen kann: Bella wirkt irgendwie blutleer, lustlos und ängstlich. Keine einzige Handlung, die dieses bedingungslose Verknalltsein von Edward und Jacob rechtfertigt.
Wie auch immer: Ich würde mich für Jacob entscheiden. Der hat so prächtige Muckis und besitzt auch kein T-Shirt um selbige zu bedecken. Da kann Edward überhaupt nicht mithalten, der sieht unter seinem Wollmantel bestimmt wie ein Gerippe aus und seine Augen leuchten immer so urinfarben.
Ach ja: Ein paar Spezial-Effekte hat der Film auch noch. Die Wölfe sind alle computeranimiert und sehen echt unrealistisch groß aus. Wie in den anderen Twilight-Filmen wird auch ein bisschen
Tiger & Dragon
-mäßig durch die Luft gesurft und die Neugeborenen-Vampire zerscheppern total schön, wenn sie gekillt werden.
Also: Der Film ist sehenswert, wenn man erstens: Kinder hat und ihn sowieso schauen muss (da gibts echt schlimmeres), zweitens: aus irgendeinem Grund Vampire ohne spitze Eckzähne sehen will und drittens: Gerade nichts Besseres zu tun hat, weil die WM vorbei ist.
Twilight: Eclipse - Bis(s) zum Abendrot
startet am
15. Juli über den Concorde Filmverleih in allen deutschen Kinos. Andere Meinungen findet ihr zum Beispiel auf
Moviepilot.de und wer sich noch nicht satt gesehen hat kann sich hier über
200 Bilder aus dem Fantasy Liebesfilm reinziehen.