Quelle: SlashfilmThe Dark Knightgezeigt, dass er es schaffen kann, aus einem eingemottetem Comic Helden eine lebendige Figur schaffen kann. Es ist dabei keine weiter halbherzige Comic-Umsetzung heraus gekommen, wie es in Hollywood öfers mal vorkommt.
Ob sein neuer Film
Inception, an dem er immerhin an die 10 Jahre gearbeitet hat, den sicherlich hohen Erwartungen entsprechen kann, erfahrt ihr im folgenden, ersten Review von Christian (It’s Magic Blog), der somit seit heute Mitglied der Horrorblog Redaktion ist.
Inception
In einer nicht näher bestimmten Zukunft nutzt Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) eine Technik, die es ihm ermöglicht, in fremde Träume einzudringen und aus dem Unterbewusstsein der Schlafenden Gedanken zu entwenden. AlsExtractorleistet er auf diese Weise Aufträge für Unternehmen ab. Bis ihm der Geschäftsmann Saito (Ken Watanabe) die Möglichkeit der Rückkehr in seine Heimat bietet, in der er wegen Mordes gesucht wird. Seine Forderung: das riskante Einpflanzen eines Gedankens in den Kopf des Firmenerben Robert Fischer (Cillian Murphy). Dieser soll die mächtige Firma seines Vaters nicht weiterführen, sondern zugunsten Saitos aufgeben. Gemeinsam mit einem Team aus Spezialisten (u.a. Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page) beginnt Cobb die
Inceptionzu planen. Doch nach und nach wird er von seiner Vergangenheit eingeholt...
Bei
Inceptionscheiden sich die Geister: Entweder ist es der Film der letzten Jahre oder lediglich konfus gestaltete Effekthascherei. Unmittelbar nach dem Kinobesuch ist man zunächst überwältigt – allzu sehr wirken noch das energische Spiel von ästhetischen Zeitlupenaufnahmen mit dröhnender Orchestermusik und die überraschend hintergründige Geschichte nach. Bei der späteren Reflexion – die bei
Inceptiongarantiert ist – offenbaren sich jedoch einige kleinere Makel.
Die Trailer zum Film versprachen Beeindruckendes: sich wölbende Städte, um die eigene Achse rotierende Räume und viele, viele Explosionen. Es überrascht deshalb weniger, dass man letztlich nur eine sinnvolle Ordnung der bereits bekannten Szenen aus der Vorschau zu sehen bekommt. Viel mehr Effekte gibt es nämlich nicht. Doch das sollte man
Inceptionanrechnen: Die CGI-Prahlereien sind hier nur Mittel zum Zweck, nämlich der Vermittlung einer absolut überzeugenden, annähernd perfekt durchdachten Geschichte – im Gegensatz zu einem Großteil ähnlich erfolgreicher Blockbuster, bei denen es in der Regel genau andersherum ist (
Avatarlässt grüßen).
Es verlangt ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit, der zeitweise in vier verschiedenen Traumebenen stattfindenen Handlung zu folgen, jeden Kniff der Extraction- bzw. Inception-Technik zu verstehen und zusätzlich immer die Beweggründe der von DiCaprio verkörperten Hauptfigur im Auge zu behalten. Der Film ist mit Sicherheit nicht unverständlich, aber er verlangt, dass man mitdenkt und schlussfolgert. Ist das einmal geschehen, lässt einen Inception tatsächlich so schnell nicht mehr los, dem mehrdeutigen Ende sei Dank.
Leonardo DiCaprio und Cillian Murphy, Quelle: Warner Bros.Urteil 9 / 10

InceptionTeaser-Poster, Quelle: Worstpreviews
The Dark Knight?: Was dem Traum-Thriller fehlt, sind lebendige Nebencharaktere wie Heath Ledger alias Joker oder Aaron Eckhart alias Two-Face; dafür bietet er noch mehr Tiefe und Originalität als Nolans Umsetzung des Batman-Stoffs. Auf jeden Fall ist es beruhigend zu sehen, dass sein Talent sowohl für unterhaltsame als auch anspruchsvolle Filme noch immer da ist.
Inceptionist damit Pflicht für jeden, der dieser Tage einen Kinobesuch plant.
Weite Kritiken und Meinungen zu
Inceptionfindet ihr natürlich wie immer auch bei Moviepilot.de.














