Letzte Woche wurde ich freundlicherweise zu der Pressevorführung des
A Nightmare On Elm Street
-Reboots eingeladen. Seit fast einem Jahr berichtete ich ab und an von der anstehenden Neuverfilmung von Werbe- und Musikvideo-Regisseur
Samuel Bayer, und freute mich auf ein amüsantes, gruseliges und spannendes Wiedersehen mit Freddy Krueger. Nach dem ich mich meines Laptops und Handies entledigt hatte, die Sicherheitsschranke passiert hatte, konnte das vermeintliche Spektakel beginnen …
A Nightmare On Elm Street
Der Reboot des absoluten Horror-Klassikers und schon in die Pop-Kultur übergegangenen
Nightmare - Mörderische Träume
von
Wes Craven aus den 80ern, beginnt ganz schlicht in einem amerikanischen Straßenrestaurant mit diesen üblichen roten Ledersitzen. Ein junger Mann, offensichtlich extrem übermüdet, folgt der Bedienung in die Küche, in der ganze Schweinsköpfe gekocht werden. Die Situation hat etwas bedrohliches und siehe da, da ist auch schon Freddy Krueger.
Das genau diese Szene im Dezember, auch mit einem nachträglichen Casting, nachgedreht wurde, hätte eigentlich schon Grund genug sein müssen, etwas skeptischer und mit weniger Erwartungen in den Film zu gehen.
Wo andere Remakes es noch verstehen die Handlung ins Hier und Heute zu holen oder wenigstens das Original mit neuer Technik, Effekten oder Witz aufzuwerten ist hier irgendwie eine ziemlich weiche und einschläfernde Masse entstanden. Als Fan der ersten sieben Teile habe ich mich dran gewöhnt, dass Freddy immer einen sarkastischen Spruch auf Lager hat, mit dem er seine Opfer nervt. Im Remake gibt sich Darsteller
Jackie Earle Haley Mühe gefährlich zu wirken, rasselt mit seinen Scheren und flucht sogar zwei mal recht hart. Trotzdem wirkt er kein bisschen gefährlich und irgendwie unecht. Schon fühlte ich mich zurückversetzt in die knapp 1 1/2 Stunden in dem ich das auch viel zu ernst gemeinte
Freitag der 13.
Remake, welches ebenfalls von
Michael Bay produziert wurde geschaut habe.
Urteil/Fazit: 3/10
Leider konnte mich
A Nightmare On Elm Street
, der gestern am
20.05.2010 in den Kinos gestartet ist, überhaupt nicht überzeugen. Fans werden nicht begeistert sein und zusammen mit ihren Sitznachbarn, die eventuell noch keinen Freddy-Teil kennen, auf ihren Kinositzen einschlafen. Ich nehme mal an dass diese Kritik auch keinen Fan davon abhalten wird ins Kino zu rennen, daher wird der Film bestimmt ein Kassenschlager, aber dafür auch kein, wie das Original von den Fans geliebter Kultfilm.
Auch die Kritiker auf
Moviepilot sind sich einig.
A Nightmare On Elm Street
ist wahrlich kein gelungenes Remake.